Impressionen Symphonic Mob in Hamburg 09.09.2017

21462449_876249382551554_8950491392811749504_n

Am 09.09.2017 um 9 Uhr war es endlich soweit. Wir öffneten die Türen für rund 400 Hobbymusiker, die sich für unseren Symphonic Mob angemeldet hatten. Die Schlange reichte bereits einmal um die halbe Laeiszhalle herum, doch es ging zügig vorwärts. Alle Teilnehmer (im Alter von 6-92!) bekamen ihr eigenes Symphonic Mob T-Shirt und wurden dann in zwei Probenräume eingeteilt: Das 300 Mann starke Orchester probte im Großen Saal der Laeiszhalle, der 120 Mann starke Chor sang sich derweil im Studio E warm. Welch wundervoll prächtige Klänge da durch die altehrwürdigen Gänge der Laeiszhalle strahlten. Um 12 Uhr kamen dann Chor und Orchester zur ersten gemeinsamem Probe im Großen Saal zusammen. Alle Teilnehmer, incl. Dirigent Jason Weaver und Chorleiter Peter Schuldt, waren etwas nervös vor diesem Moment. Würde es klappen? So viele Musiker über teilweise weite Entfernungen zusammen zum klingen zu bekommen? Chor und Orchester zusammenzubekommen, das fällt oft sogar professionellen Ensembles am Anfang schwer. Jason Weaver hob den Taktstock und die Einleitung vom Gefangenenchor aus der Oper Nabucco erklang. Als der Chor einsetzte war es wirklich magisch in der Halle. Wer dort keine Gänsehaut bekam, dem muss man etwas unmusikalisches nachsagen. Es klang nämlich wunderbar, und zwar vom ersten Moment an. Der Bann war gebrochen und alle genossen die gemeinsame Probenarbeit. Nach einer einstündigen Pause begann um 14 Uhr schließlich das öffentliche Konzert. Die Hamburger waren zahlreich zu diesem Ereignis erschienen, mussten sich jedoch im 1. und 2. Rang der Laeiszhalle einen Platz suchen, denn das Parkett war für die 420 Musiker reserviert. Zu Beginn erklang der Torreromarsch aus der Oper Carmen, gefolgt von Brahms ungarischem Tanz Nr. 5. Das Orchester klang wirklich mächtig. Mächtig toll. Soviel Begeisterung von jung bis alt sieht man selten. Als drittes erklang der Dona nobis pacem Kanon und zuletzt der Gefangenenchor aus der Oper Nabucco. Das Publikum war begeistert und erbat eine Zugabe. Peter Schuldt nahm sich das zu Herzen und forderte nun auch das Publikum auf beim Dona nobis pacem Kanon einzusteigen. Alle, die nun in der Laeiszhalle anwesend waren, sangen oder spielten den Kanon. Unsere schöne Laeiszhalle wird so etwas vermutlich recht selten erlebt haben. Und dann so nach und nach verschwanden die Musiker und Sänger spielend/singend in den Gängen der Laeiszhalle. Von überhall her hörte man Gesang und Instrumente. Ganz langsam schob sich die Masse Richtung Ausgang und das Publikum wurde von einem riesigen Orchester/Chor-Aufgebot musikalisch aus der Halle verabschiedet. Noch ungefähr 20 Minuten später erklang die Melodie des Kanons und die Sonne dankte es mit einer halben Stunde Sonnenschein (den Rest des Tages hatte es in Strömen geregnet..).

Ein besonderer Dank gilt der Kulturstiftung des Bundes und dem DSO Berlin für das initiieren und ermöglichen des Projekts!

 

Fotos by: ©Axel Lange und ©Mohamad Nasser

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s