2. Kinderkonzert Vorbereitungsseite: Der Kleine Prinz

Vektorgrafik 2. Hamburgs kleine Prinzensuite Vorderseite

2. Kinderkonzert der Hamburger Symphoniker am 30.11.2014
11.00 und 14.30Uhr
HAMBURGS KLEINE PRINZENSUITE
Moderation: Juri Tetzlaff
Dirigent: Jason Weaver
Musikmärchen für mehr Menschlichkeit
Ein modernes Märchen mit frischer Musik: Die Hamburger Symphoniker und KiKA-Moderator Juri Tetzlaff erleiden eine Autopanne auf der Autofahrt nach Hamburg. Dort lernen sie den „Kleinen Prinzen“ kennen, der seinen Asteroiden verlassen hat und nun von Planet zu Planet reist, um Freunde zu finden. Ein märchenhaftes Abenteuer nach der Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry entspinnt sich. Mit großer Musik, kleinen Weisheiten und allem, was Eure jungen Entdeckerherzen höher schlagen lässt.
Gisbert Näther schrieb die Musik zu dem weltweit erfolgreichsten Buch des französischen Autors. Die Hamburger Symphoniker bringen den Klassiker zum klingen, und der Moderatoren-Liebling aller Kinder, Juri Tetzlaff, lässt die schönsten Passagen des Märchens auf der Bühne lebendig werden.

I) In unserem 2. Kinderkonzert in dieser Saison bekommen wir ganz besonderen Besuch. Der Komponist der „Kleinen Prinzen Suite“ namens Gisbert Näther hört uns bei einem Konzert zu. Er komponiert sehr viel Musik speziell für Kinder. In diesen beiden Videos bekommt ihr schonmal einen kleinen Vorgeschmack darauf wie seine märchenhafte Musik klingt. Hört doch mal rein.

II) Die Klasse 4 der Bugenhagenschule Blankenese konnte mit Gisbert Näther ein Interview führen. Lest was sie Spannendes für euch herausgefunden haben:
1.) Wolltest du als Kind auch schon Komponist sein und wann hast du überhaupt mit dem Musizieren begonnen?
GN: Ich habe mit 8 Jahren meinen ersten Klavierunterricht gehabt und dann habe ich mit 11 Jahren ohne Anleitung versucht kleine Stücke zu komponieren.

2.) Wie bist du auf die Instrumentenauswahl in der „Kleinen Prinzen Suite“ gekommen?
GN: Dieses Stück war eine Auftragskomposition der Deutschen Oper Berlin. Anlass war ein Benefiezkonzert für den Verein „ Dunkelziffer e.V.“ Das bedeutete für mich, ein großes leistungsfähiges Orchester für meine Uraufführung haben. Die Instrumentenauswahl war damit mehr oder weniger auch vorgeschrieben.

3.) Wie lange hast du gebraucht die „Kleine Prinzen Suite“ zu komponieren?
GN: Ich habe ca. 6 Monate gebraucht.

4.) Hast du für jede Figur im Kleinen Prinzen eine eigene Melodie? Und wenn ja, verrätst du uns einige?
GN: Die Rose hat ein Thema, der Fuchs und die Schlange!

5.) Wie bist du auf die Idee gekommen Komponist zu werden? GN: Ich habe schon als Kind gerne Klassische Musik gehört und auf dem Klavier gespielt und nun wollte ich auch selbst Stücke komponieren.

6.) Stellst du dir Bilder vor, wenn du komponierst?
GN: Bilder können mir beim Komponieren helfen auf bestimmte musikalische Einfälle zu kommen.

7.) Ist es schwer zu komponieren?
GN: Wenn man die schöpferische Begabung hat, dann natürlich nicht.
Komponieren ist aber sehr zeitaufwändig!

8.) Hast du eine Lieblingsfigur im Kleinen Prinzen?
GN: Ja, der Fuchs!

9.) Besitzt du einen „Pinguinanzug“? GN: Ja, natürlich! Der Pinguin Anzug ist eigentlich der Frack. Auch den habe ich natürlich als Musiker


III) Der Kleine Prinz lebt auf dem Asteroiden B 612. Doch was genau ist denn eigentlich ein Asteroid? Lest mehr dazu:

Zeitreise Spätromantik mit Mahlers 9. Sinfonie

„Vielen Dank, dass wir das erleben durften.“ (Schüler der Klasse 4B, Grundschule Barlsheide)

Am 14. November 2014 war es endlich soweit: 140 Kinder aus 7 Hamburger Grundschulen besuchten uns zu einer Probe in der Laeiszhalle. Geprobt wurde Mahlers 9. Sinfonie. Seit 2 Monaten beschäftigten sich die Schüler mit dem Unterrichtsmaterial zu den Themen: Gustav Mahler und seine Zeit, insbesondere mit seiner 9. Sinfonie. Fragen wie: „Was ist so besonders an Gustav Mahlers Musik? Und in welcher Stimmung hat er speziell diese Sinfonie komponiert? Wo hat er am liebsten komponiert?“ wurden mit vielen spannenden Zeitreisengeschichten näher gebracht und beantwortet. Zudem bekamen alle Kinder in den Wochen vor dem Laeiszhallenausflug Besuch von Musikern und Orchesterpädagogen der Hamburger Symphoniker in der Schule. Bei diesen Besuchen konnten die Schüler die Musiker des Orchesters und ihre Instrumente ganz persönlich kennen lernen und ihre Fragen direkt loswerden. Neue Freundschaften wurden geschlossen und so war es für die Kinder gestern ein Riesenerlebnis ihren neuen Freunden bei der Arbeit zuzuschauen. Es wurde viel gewunken und gejubelt, bis es beim Auftritt des Dirigenten Jeffrey Tate plötzlich ganz still wurde im Saal. Die Probe begann. Es wurde zur Freude aller der 2. Satz der 9. Sinfonie geprobt. Zwei der dominantesten Themen aus diesem Satz hatten wir kurz zuvor mit den Kindern in Form eines Polyphoniespiels einstudiert und die Schüler erkannten die Ländler-Themen gleich wieder. Nun erwartet die Kinder ein weiterer Höhepunkt-sie dürfen die Hamburger Kunsthalle besuchen und auch dort einige Künstler der Spätromantik kennenlernen. Was werden sie wohl dort noch alles erleben? Wir bleiben gespannt und wünschen allen Zeitreisenden weiterhin viel Freude!20141114-044

(Fotos: T. Wahl)

Artikel Zeitreise Spätromantik 15.11.14